Erde vor der Sonne_

Montag, 7. September 2009

Der Ökostromanbieter Lichtblick will mit Volkswagen den Strommarkt aufmischen: Zigtausende Blockheizkraftwerke der Marke VW sollen nach SPIEGEL-Informationen demnächst in normalen Wohnhäusern eingebaut werden. So könnten mindestens zwei Atomkraftwerke ersetzt werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,647227,00.html


Montag, 27. Juli 2009

Mit einem heute vorgestellten Verfahren, das die Herstellung von 190.000 Liter Kraftstoff pro Hektar und Jahr ermöglicht, will ein Start-Up den Markt der Biotreibstoffe erobern. Die produzierte Menge soll dann ausreichen, um die gesamte transportbedingte Nachfrage in den USA mit Biotreibstoff zu decken.

Aus Kohlendioxid und Wasser wird Treibstoff, Abbildung: Joules BiotechnologiesAus Kohlendioxid und Wasser wird Treibstoff, Abbildung: Funktionsprinzip

Es werden gentechnisch manipulierte Mikro- organismen in eigens  konstruierten Photobioreaktoren gezüchtet . Die Mikroorganismen nutzen die Energie der Sonne, um Kohlendioxid und Wasser entweder in Ethanol oder Kohlenwasserstoffe umzuwandeln.

Das Ganze lässt sich am ehesten mit von Algen produziertem Treibstoff vergleichen. Mit nur 20.000 - 60.000 Liter pro Hektar und Jahr ist die Ausbeute dort aber verglichener Maßen schlecht und preislich unattraktiv. Denn während Algentreibstoff etwas teurer als Rohöl, momentan bei etwa 70.- $ pro Barrel - ist, kann der Treibstoff auch hier punkten. Für 50.- $ pro Barrel soll der Biotreibstoff auf den Markt gebracht werden.

Geplant ist der Bau einer Pilotanlage Anfang 2010, die Ethanol-Produktion in kommerziellem Maßstab bis Ende 2010 und einer 2011 folgenden Produktion kohlenwasserstoff-basierter Treibstoffe (Diesel oder Benzin).


Dienstag, 2. Juli 2009
Europa steuert auf neue Energiekrise zu

Brüssel: Europa steuert auf die nächste Energiekrise zu: Die Finanzierungsprobleme der wirtschaftlich angeschlagenen Ukraine gefährden zusehends die Gasversorgung Westeuropas. Und auch wenn bei sommerlichen Temperaturen niemand Angst vor kalten Heizungen haben muss, ist die Lage ernst. Denn Engpässe beim Gas würden die EU- Länder auch im Sommer empfindlich treffen. Am Montag versucht deshalb die Europäische Union gemeinsam mit den üblichen Finanz-Feuerwehren bei einem Krisentreffen in Brüssel, eine finanzielle Rückendeckung zu organisieren.

Konkret steht die Ukraine, die aus deutscher Sicht als Transitland für russisches Gas von großer Bedeutung ist, vor der Schwierigkeit, dass ihre Gasgesellschaft Naftogaz jeweils am 7. jeden Monats die Rechnung bei der russischen Gazprom begleichen muss.

http://www.derwesten.de/nachrichten/wirtschaft-und-finanzen/2009/6/29/news-123946672/detail.html


Dienstag, 26. Mai 2009
Deutschland droht das schwerste Unwetter seit zehn Jahren

Das Wetter ist in Deutschland im Moment, wie jeder merkt, von den Temperaturen her deutlich über Mai-Niveau. Strahlender Sonnenschein und Temperaturen von jenseits 30 Grad. Die Durchschnitts-Temperaturen in Deutschland sind zum Teil über drei Grad Celsius wärmer als durchschnittliche Mai-Werte.
Spitzenwerte von 33,3°C in Rheinfelden knacken Tageshöchstwerte für den Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnung: Doch die Kehrseite lässt nicht lange auf sich warten: Ein starker Wetterumschwung ist aus Nordwesten im Anmarsch.
So werden für Dienstagabend die schwersten Unwetter der letzten zehn Jahre erwartet. Die volle Kraft der Gewitter werden aller Voraussicht nach die südlichen und östlichen Gebiete Deutschlands zu spüren bekommen. Örtlich werden sogar Tornados befürchtet.


Donnerstag, 14. Mai 2009
Weniger "Öko" als Inder:
Deutschen mangelt es an Umweltbewusstsein

Hamburg (dpa) - Die Bevölkerung in Deutschland ist in manchen Lebensbereichen weniger ökologisch als gemeinhin angenommen. Nach einer Studie der National Geographic Society mangelt es am Umweltbewusstsein der Deutschen.

Die Studie hat die Konsumentenscheidungen in 17 Ländern (170 000 Befragte via Internet) erforscht und auf ihre Nachhaltigkeit hin verglichen. Zwar sind 43 Prozent der Deutschen wegen aktueller Umweltprobleme beunruhigt, der Durchschnitt in den untersuchten Ländern liege aber bei 55 Prozent. Nur 14 Prozent der Deutschen fühlten sich für Ökologische Probleme verantwortlich, der Durchschnittswert liegt bei 31 Prozent. Auch beim Klimawandel bleiben die Menschen hierzulande gelassen: Nur knapp jeder Dritte glaubt, dass dieser sein Leben verschlechtern wird. In anderen Ländern befürchtet dies die Hälfte der Bevölkerung.


Donnerstag, 14. Mai 2009
"Krise ist im Versorgungssektor angekommen"
RWE

In den ersten drei Monaten steigerte RWE den Umsatz um 8,4 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis habe 2,6 Milliarden Euro betragen - ein Plus von fünf Prozent. Damit Übertraf der Versorger die Erwartungen von Experten. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit Erlösen von 13,6 Milliarden Euro gerechnet. Das Betriebsergebnis hatten sie auf 2,5 Milliarden Euro geschätzt.

manager-magazin.de/Reuters/dd


Freitag, 2. Januar 2009
Jumbo-Jet flog erstmals mit Öl der Jatropha-Pflanze

Erfolgreicher Testflug mit Biotreibstoff in Neuseeland

Ein teilweise mit Pflanzenöl angetriebenes Passagierflugzeug hat in Neuseeland erfolgreich einen zweistündigen Flug absolviert. Ein Triebwerk der Boeing 747-400 wurde mit einem 50:50-Gemisch aus Pflanzenöl und normalem Flugzeugtreibstoff betrieben, wie die Fluggesellschaft Air New Zealand mitteilte. ...
Ein teilweise mit Pflanzenöl angetriebenes Passagierflugzeug hat am Dienstag in Neuseeland erfolgreich einen zweistündigen Flug absolviert. Ein Triebwerk der Boeing 747-400 wurde mit einem 50:50-Gemisch aus Pflanzenöl und normalem Flugzeugtreibstoff betrieben, wie die Fluggesellschaft Air New Zealand mitteilte.
(ap) Mit dem Flug vom internationalen Flughafen Auckland aus sollte der Einsatz des Biotreibstoffes getestet werden, mit dessen Hilfe Emissionen und Kosten gesenkt werden könnten. Das eingesetzte Öl wurde den Angaben zufolge aus dem Samen von in Indien und Ostafrika angebauten Jatropha-Pflanzen gewonnen.
Biotreibstoffe galten früher als unbrauchbar für den Einsatz im Luftverkehr, da sie zumeist einen zu niedrigen Gefrierpunkt haben. Jatropha-Öl gefriert hingegen sogar später als konventioneller Flugzeugtreibstoff. Air-New-Zealand-Chef Rob Fyfe bezeichnete den Testflug als «Meilenstein für die Fluggesellschaft und den kommerziellen Luftverkehr».
Group Manager Ed Sims betonte jedoch, dass eine teilweise Umstellung auf dem Biotreibstoff frühestens 2013 möglich sein werde, da Jatropha-Öl erst dann in ausreichender Menge vorhanden sein werde. Man hoffe, dass bis dahin auf jedem zehnten Flug Biotreibstoff eingesetzt werden könne. Dabei werde es sich zumeist um kürzere Inlandsflüge handeln, sagte Sims in einem Radiointerview.

Quelle: www.nzz.ch


Dienstag, 30. Dezember 2008
Strompreise
Konzerne zocken private Haushalte ab

Die Verbraucher haben's schon lange geahnt und am eigenen Haushaltbudget gemerkt. Jetzt gibt es die Bestätigung.

Eine Studie im Auftrag der Grünen wirft den vier großen Energiekonzernen vor, Milliardengewinne auf Kosten der privaten Haushalte einzufahren. Eon, RWE, EnBW und Vattenfall hätten trotz der Finanzkrise ihre Gewinne vervielfacht, heißt es in der Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saar- landes. Mögliche Preissenkungen seien trotz gefallener Rohstoffpreise und gekürzter Netzentgelte nicht an die Verbraucher weitergegeben worden. „Die Erhöhung der Strompreise für das nächste Jahr ist nicht gerechtfertigt“, sagte der Sprecher der Grünen im Bundestag, Hans-Josef Fell. Laut Studie haben sich die Gewinne von Eon, RWE, EnBW und Vattenfall seit 2002 verdreifacht und den Energiekonzernen einen Gesamtgewinn von knapp 100 Milliarden Euro beschert. Bezahlt hätten das vor allem die privaten Haushalte. Seit 2000 habe sich für sie der Strompreis um rund 50 Prozent verteuert.

http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/12/29/strompreise-konzerne/zocken-privathaushalte-ab.html


Montag, 29. Dezember 2008
Klimawandel schneller da als erwartet

Der Klimawandel und die Erderwärmung verlaufen wohl viel schneller als die meisten Menschen denken. Dies behauptet der Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung.

So gäbe es schon Anzeichen für einen schnelleren Wandel am Nordpol. Die arktische Region ver- bucht eine Erwärmung von 0,8 Grad Celsius und hat den "kritischen" Punkt damit überschritten. Wenn das Eis auf Grönland schmilzt, wird der Meeresspiegel um bis zu sieben Meter ansteigen, so der Leiter.

Bis 2050 müsste der CO2 Ausstoß um 50 Prozent reduziert werden, damit die Klimakatastrophe verhindert werden kann. Allerdings müsste der Kampf gegen den CO2 Ausstoß schon 2020 in die Wege geleitet werden.

http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/12/29/klimaforscher-schellnhuber-warnt-vor/dramatischer-beschleunigung-des-klimaswandel.html


Montag, 29. Dezember 2008
Gazprom bereitet Lieferstopp vor
Russland will Ukraine den Gashahn abdrehen

Im Streit um unbezahlte Rechnungen bereitet der russische Energiekonzern Gazprom einen Lieferstopp an die Ukraine vor. Der Konzern habe dafür bereits eine Sondereinheit gebildet, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller dem russischen Fernsehsender Westi-24. Ein Sprecher des ukrainischen Gasversorgers Naftogaz sagte, das Land bereite sich auf einen Lieferstopp vor, hoffe aber noch auf eine Lösung in letzter Minute. Die Ukraine habe genug Gas gespeichert, um über den Winter zu kommen. Gazprom fordert von Naftogaz insgesamt 2,4 Milliarden Dollar (rund 1,8 Milliarden Euro) für Lieferungen im November und Dezember sowie Mahngebühren wegen Zahlungsverzugs.

Der russische Konzern droht damit, der Ukraine den Gashahn am 1. Januar abzudrehen.

Ein früherer Streit zwischen den beiden Ländern über die Gaspreise im Januar 2006 hatte auch die Lieferungen von russischem Erdgas in eine Reihe europäischer Länder kurzzeitig gestoppt.

80 Prozent des russischen Erdgases für Europa strömt durch Leitungen auf ukrainischem Gebiet.


Dienstag, 4. November 2008
Pilz aus dem Regenwald kann Diesel produzieren

Forscher um Gary Strobel entdeckten einen auf den chilenischen Scheinulmen vorkommenden Pilz, welcher aus Pflanzenelementen ein dieselähnliches Kohlenwasserstoffgemisch (Mykodiesel) erstellen kann. Der Pilz zieht dazu nicht nur seinen Nutzen aus Zucker, sondern auch aus der unverdaulichen Zellulose.

Gary Strobel und sein Team entdeckten den Pilz Gliocladium roseum, als sie Scheinulmenholz mit einem Gas in Kontakt brachten, welches fast alle Mikroorganismen vernichtet. G. roseum jedoch wuchs weiter, wohingegen fast alle anderen Pilze starben.

G. roseum erzeugte sogar eine Gasmischung, welche unter anderem verzweigte und nichtverzweigte langkettige Alkane, Benzol und ringförmige Kohlenwasserstoffe beinhaltet. Da der Pilz die in allen Pflanzen vorhandene Zellulose nutzen kann, ist er eine Möglichkeit zur alternativen Treibstoffgewinnung.

www.wissenschaft.de


Montag, 18. August 2008
Durch Superhefe Spritkosten von 20 Cent pro Liter?

Der Mikrobiologe vom Institut für Molekulare Biowissenschaften an der Universität Frankfurt, Professor Eckhard Boles, will aus pflanzlichen Abfällen, Salzsäure und Hefe Biosprit produzieren. Die Herstellung sei mit dem Bierbrauen vergleichbar.

Ziel seiner Forschung ist aber nicht die Herstellung des gewöhnlichen Ethanol, sondern von Butanol, einem höherwertigeren Alkohol. Zu diesem Zweck forscht er an speziellen Hefekulturen, mit denen das möglich sein könnte.

In Brasilien werden bereits mehr Fahrzeuge mit Biosprit als mit herkömmlichen Kraftstoffen betankt.
www.spiegel.de


Dienstag, 5. August 2008
Exxon Mobil zeigt Rekordzahlen


Bei den führenden Ölproduzenten im Westen sprudeln die Gewinne kräftig. Während der weltweite Branchenführer Exxon Mobil im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres seinen Gewinn um 14% auf 11,7 Milliarden US$ steigerte, weist Rivale Royal Dutch Shell gleichzeitig einen Zuwachs von 33% auf 11,6 Milliarden US$ (rund 7,4 Milliarden Euro) aus. Die jüngste Serie an Ergebnisschüben, die von den preislichen Höchstständen für Rohöl und Gas ausgelöst wurde, hatte zum Auftakt der Woche British Petroleum (BP) eröffnet. Der hinter Royal Dutch Shell zweitgrößte Ölproduzent in Westeuropa steigerte seinen Konzerngewinn um 23% auf 13,4 Milliarden US$.
http://www.chemical-newsflash.de/de/news/050808/news5.htm


Donnerstag, 10. Juli 2008
Neue Fenster erzeugen Strom und putzen sich selbst

Wissenschaftler in Taiwan haben ein neues Fensterglas entwickelt, das sich selbst reinigt, Strom erzeugt und gute Isolationseigenschaften besitzt. Drei Layer sollen dabei für die oben genannten Funktionen sorgen.

So dient ein hauchdünner Siliziumfilm der Energiegewinnung. Pro Quadratmeter können so bei gutem Wetter bis zu 90 Watt Energie gewonnen werden. Die Durchschnittsleistung liegt allerdings bei 35 Watt, wenn man Nächte und bewölkte Tage mit einberechnet. Vor allem große Fensterflächen können hier eine signifikante Strommenge erzeugen.
http://winfuture.de/news,40705.html


Montag , 7. Juli 2008
Energieversorger schöpfen Milliarden an Zusatzgewinnen aus Ölpreisanstieg

Nach einer aktuellen Untersuchung des Hamburgischen Weltwirtschafts-Instituts (HWWI) profitieren Deutschlands größte Energiekonzerne besonders vom rasanten Ölpreisanstieg. Bereits auf dem derzeitigen Niveau schöpfen die Unternehmen 2,6 Milliarden zusätzliche Euro als Sonderprofit ab.

http://www.koeln-nachrichten.de/wirtschaft/branchen/stromkonzerne_oelpreis_sondersteuer_monitor.html


Dienstag, 10. Juni 2008
"Ölpreis bei 250 Dollar" Gazprom bald Nummer 1?

Durch eine massive Expansion im Ausland und weiter explodierende Ölpreis will der russische Energiekonzern Gazprom zum größten Unternehmen der Welt aufsteigen. "In sieben bis acht Jahren" werde Gazprom seinen Börsenwert auf eine Billion Dollar (644 Milliarden Euro) verdreifachen, sagte Konzernchef Alexej Miller am Rande einer Wirtschaftstagung im französischen Deauville.
Damit werde Gazprom jedes andere Unternehmen der Welt in- wie außerhalb des Energiesektors überflügeln. Ein dauerhaft hoher Ölpreis werde dazu beitragen, sagte Miller. Dieser werde von heute rund 140 Dollar auf 250 Dollar je Fass (159 Liter) steigen.
Gazprom sei schon jetzt der größte Gasproduzent der Welt, sagte Miller. Auch nach Öl- und Gasreserven sei das russische Unternehmen bereits Nummer eins unter den Energie- konzernen. In Frankreich wolle Gazprom zum größten Gasversorger aufsteigen.
Heute kontrolliert das Unternehmen dagegen nur ein Prozent des Marktes. Der französische Marktführer Gaz de France (GDF) zeigte sich angesichts der Ankündigung nicht beunruhigt und verwies auf gegenseitige Lieferverflechtungen. Demnach liefert Gazprom bis 2030 zwölf Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr an GDF. Im Gegenzug gibt GDF wieder 1,5 Milliarden Kubikmeter an die Vertriebszentrale von Gazprom zum Weiterverkauf an Kunden der Russen in Frankreich ab.

http://www.n-tv.de/Oelpreis_bei_250_Dollar_Gazprom_bald_Nummer_1/100620083216/977413.html


11.6.2008
ÖLRESERVEN
Der Alptraum der Saudis
Preise von 130 Dollar pro Barrel - die Ära des billigen Öls liegt hinter uns. Wann der Gipfel der Förderung erreicht ist, kann zwar niemand wirklich seriös beantworten. Aus Saudi-Arabien kamen nun aber höchst beunruhigende Nachrichten.
Was der saudische Geologe Sadad I. Al-Husseini im Jahr 2000 seinem Ölminister berichtete, gefiel dem gar nicht. Husseini, bei der staatlichen Ölgesellschaft Saudi Aramco angestellt, hatte die Prognosen der Ölindustrie für künftige Fördermengen schon lange skeptisch betrachtet. Nun lagen die Angaben von etwa 250 wichtigen Ölfeldern vor ihm: der Restölgehalt jeder Lagerstätte und das vermutliche Ende der Förderung. Al-Husseini addierte alle neuen Felder, die die Ölkonzerne in den nächsten Jahrzehnten in Betrieb zu nehmen hofften. Seine Bilanz: Die Daten über die globalen Ölreserven und Fördermengen werden entweder falsch interpretiert oder falsch wiedergegeben.

Während gängige Prognosen noch Kurven jährlich steigender Fördermengen anzeigten, ergeben Husseinis Berechnungen eine Abflachung, und zwar schon seit 2004. Genauso alarmierend: Dieses Produktionsplateau werde bestenfalls 15 Jahre anhalten, danach werde die Förderung von konventionellem Öl "allmählich, jedoch irreversibel sinken".

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,554860,00.html


1.5.2008 Die Ölpreisexplosion hat das Auslandsvermögen Saudi- Arabiens rapide anwachsen lassen. Offiziell beziffert es das Königreich auf über 330 Mrd. $.

Der wachsende Einfluss von Staatsfonds aus dem Nahen Osten und Asien wird in vielen westlichen Staaten mit Sorge beobachtet.

Die Bundesregierung plant ein Vetorecht für Beteiligungen ausländischer Staatsfonds an deutschen Firmen ab 25 Prozent. Auch Washington will US-Investitionen strenger kontrollieren. Weltweit verwalten Staatsfonds ein Vermögen von schätzungsweise 2500 Mrd.$, mit stark steigender Tendenz.


RÜCKLÄUFIGE FÖRDERMENGE

Russland geht das Öl aus

Diese Nachricht dürfte die internationalen Energiemärkte in Angst und Schrecken versetzen: In der zweitgrößten Ölnation der Welt geht die Fördermenge seit Beginn des Jahres zurück. Experten fürchten jetzt Engpässe. Kann die globale Nachfrage noch befriedigt werden?

Moskau/London - Dramatische Warnung aus Russland: Die Erdölproduktion in Russland hat ihren Höhepunkt erreicht. Die Warnung hat nicht irgendwer ausgesprochen, sondern der Vizechef des großen russischen Ölkonzerns Lukoil, Leonid Fedun.

Im vergangenen Jahr belief sich die Fördermenge in Russland auf 9,95 Millionen Barrel pro Tag. Einen höheren Betrag werde er "in diesem Leben" wohl nicht mehr sehen, sagte Fedun der "Financial Times". Mit anderen Worten: Ab jetzt geht es mit der Fördermenge bergab. Die Einschätzung sorgte an den Märkten für Unruhe. Der Ölpreis kletterte in New York auf ein neues Rekordhoch von mehr als 113 US-Dollar pro Barrel.

Für die westlichen Industrienationen ist der Rückgang der Förderung in Russland ein Schock. Jahrelang hatten sie sich darauf verlassen, dass das Riesenreich zuverlässig Energie liefern kann - nicht zuletzt als Alternative zu den unsicheren Produzentenländern in der arabischen Welt. Mit dieser Illusion ist es nun vorbei.

SPIEGEL ONLINE


Ölförderung in Russland: Erster Rückgang seit Jahren

Russland ist der zweitgrößte Ölproduzent der Welt nach Saudi-Arabien. Doch ausgerechnet im ölreichen Westsibirien sei "die Phase intensiven Wachstums der Ölförderung vorüber", sagte Fedun dem Bericht zufolge. Dabei verglich er Russland mit Produktionsgebieten wie der Nordsee und Mexiko, wo die Ölförderung ebenfalls stark rückläufig ist.

Untermauert wird Feduns Warnung von aktuellen Zahlen der Internationalen Energieagentur (IEA). Demnach ist die russische Ölförderung in den ersten drei Monaten dieses Jahres bereits zurückgegangen, wie das "Wall Street Journal" berichtet.

Es ist das erste Mal in diesem Jahrzehnt, dass Russland weniger Öl produziert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging die Förderung um ein Prozent zurück. In den Jahren zuvor war die russische Ölproduktion zum Teil noch zweistellig gewachsen.

Lukoil IEA Barrel Jukos Shell BP


Der weltweite Energiehunger wächst

Lukoil-Vize Fedun sagte, Russlands Ölindustrie benötige in den kommenden zwanzig Jahren eine Billion Dollar Investitionen - allein, um die Förderung bei rund zehn Millionen Barrrel pro Tag zu halten. Doch der weltweite Energiehunger wächst, vor allem in Asien. Daher dürfte eine noch weit größere Summe nötig sein. Experten gehen davon aus, dass die weltweite Ölnachfrage von derzeit 86 Millionen Barrel pro Tag bis 2015 auf 100 Millionen Barrel steigen wird.

Energie- Lieferungen - wie berechenbar ist Russland?

Auch die US-Bank Citigroup warnte kürzlich in einem Bericht: "Das Wachstum der russischen Ölproduktion gibt es nicht länger umsonst." wal/dpa


Shell verzeichnet im vierten Quartal 2007 Rekordgewinn

Das niederländisch-britische Unternehmen "Royal Dutch Shell" konnte im vierten Quartal 2007 seinen Gewinn auf 8,5 Milliarden US- Dollar steigern, was einer Steigerung von 60 Prozent gegenüber dem 4. Quartal 2006 entspricht. Der Gesamtgewinn für 2007 wurde mit 31,3 Milliarden US-Dollar beziffert

Vorstandschef Jeroen van der Veer bekundete angesichts der steigenden Benzinpreise, dass der Gewinn hauptsächlich aus der Öl- und Gasförderung resultiere.

Die Öl- und Gasproduktion war 2007 laut Finanzvorstand Voser geringer als im Vorjahr. 2006 wurden von Shell noch 3,65 Millionen Barrel Öl gefördert, während es 2007 nur noch 3,44 Millionen Barrel waren.guemue
www.n-tv.de


Photovoltaik-Forscher arbeiten an Solarzellen aus Nanopartikeln

Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist es gelungen, ein stark verzweigtes Geflecht von Nanopartikeln aus Cadmium-Tellurid zu züchten, es mit Goldspitzen zu versehen und dem Geflecht dadurch einen elektrischen Kontakt aufzupfropfen. Die Verbindung des verästelten Nano-Knäuels mit einem metallischen Leiter kann für die Entwicklung von neuen elektronischen oder optischen Materialien von Bedeutung sein, insbesondere für die Herstellung von Solarzellen, teilt die Universität mit.

„Die Idee, die dahinter steckt, ist, auf diesem Weg vielleicht einmal Solarzellen aus Kunststoffen herzustellen“, erläutert Professor Carsten Sönnichsen. „Es gibt viele organische Farbstoffe, die das Licht gut absorbieren und in das Knäuel eingebaut werden könnten. Die Energie müsste dann nur noch abtransportiert werden.“ Die organisch/anorganische Hybrid-Solarzelle könnte man wie eine Plastikfolie durch Gießen und Walzen herstellen.


Grüner Treibstoff

US-Forscher entwickeln Sprit aus Luft

Die Forscher Jeffrey Martin und William Kubic vom Los Alamos National Laboratory im US-Bundesstaat New Mexiko arbeiten an einer Methode zur Gewinnung von Treibstoff, der weitreichende Folgen für Mensch und Natur haben könnte. Als Ausgangsprodukt dient Kohlendioxid, das nach einer Reihe von chemischen Reaktionen zu Kraftstoffen wie z. B. Benzin, Kerosin oder Methanol verarbeitet werden kann.

Und so "einfach" geht's: Luftströme, die viel Kohlendioxid enthalten, werden in riesigen Türmen über Kaliumcarbonat-Lösungen geblasen. Dabei setzen sich durch elektrochemische Prozesse CO2 und Wasserstoff frei. Durch weitere chemische Reaktionen lassen sich der Kohlenstoff und der Wasserstoff zu Kohlenwasserstoffen verbinden, deren Moleküle wiederum die Grundbausteine für Kerosin, Benzin und Methanol sind.

Durch diesen "grünen Treibstoff" könnte verhindert werden, dass Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt. Viel mehr würde das benötigte CO2 einfach aus der Luft recycled. Leider braucht das Produktionsverfahren auf dem derzeitigen technischen Standard aber so viel Energie, dass die Natur auf diesem Weg enorm belastet würde. Nun geht es darum, das Verfahren zu optimieren.
Quelle:
http://www.krone.at/index.php?http%3A//www.krone.at/krone/S25/object_id__94016/hxcms/index.html